Schwarze Vögel im schwarzen Schlick der Elbe
Heulende Höllenmütter am Ufer
Ich weiß, wenn ich zurückkehre,
bin ich nicht mehr derselbe!Weihnacht sterben.
Öffne DeinHerz nur – lieb und warm,
wer sich nicht gibt, bleibt immer armBarbara
Wie?
augen starren
verzogen voller gram
die lebenslust
leichtsinn
nicht dorthin wo
verloren der mut
in der ecke
wahnsinn
gefühlsecht auf und
ab und zu nicht
allein verloren
starrsinn
auf der Suche nach
nichts für dich
allein für alle
eigensinn
gedanke schwirrt
kostenlos umher
ins vakuum
unsinnKatrin
Liebe umsonst
Kost und Logier frei
Lodernd gebettet
in dir - lollo rosso
Katrin
Dirk
Peking 2008
Wenn man die Menschenrechte bricht,
vergleiche Schmerz mit anderem nicht.
Das Unrecht bricht zu jeder Zeit
ein Menschenkind - ist Menschenleid.
Drum sollte man nicht die belohnen,
die über allem Übel thronen.
Das käm der Sache nur abhold,
sie aufzuwiegen gar mit Gold.
Wenn man im Sport von Fairness spricht,
gilt das nicht für den Bösewicht.
Er setzt das Übel sich zum Ziele
und gibt den Bürgern Brot und Spiele.
Ihm geht es nur um Geld und Macht,
der Sport kommt selten in Betracht,
doch hilft er ihm, gut abzulenken,
den Blick auf anderes zu senken.
Schau mal zu manchem Sportler hin,
auch ihm geht’s ihm nur um den Gewinn.
Wird er als Erster auch gelobt,
ist er mitunter nur gedopt.
Hier geht’s um Gold und um Medaillen,
da werden Menschen zu Canaillen.
Was ist an diesem Spiel das Schwerste?
Als guter Mensch bleibst du der Erste.*
Wo läufst du hin, Olympia?
In Peking auf der Olympiade
läuft kilometerweite Pfade
in guter Form und kerzengerade
den Marathon heut ein Nomade.
da stoppt ihn eine Busblockade,
für Tibet steht die Barrikade.
Er fragt, ob man ihn hier verlade.
"Oh nein", ruft einer der Brigade,
im Haar glänzt ölig die Pomade,
"das hier ist alles nur Fassade,
sie ist Spektakel, die Olympiade!
Das Menschenrecht fiel in Ungnade.
Schau auf die Militärparade,
und kratzt du ab die Marmelade,
bleibt nicht viel übrig. Wirklich schade."
Da ruft er: "Oh, mir krampft die Wade!
Ist das nun Unglück oder Gnade?"
Man reicht ihm eine Limonade,
am Wegrand singt eine Zikade.
Und die Moral, ihr werdet lachen,
man braucht nicht alles mitzumachen!*
Das alte Jahr
es ist vorbei,
was gestern war,
ist einerlei.
Das Rad der Zeit
dreht sich stets heiter
auch durch das Leid
ein bisschen weiter.
Das Neujahr lacht
und tut uns gut,
in uns erwacht
der alte Mut.
Schlief es noch sacht
und unbefleckt,
um Mitternacht
wurds aufgeweckt:
Was man versteckt,
was man verloren,
wird neu entdeckt
und neu beschworen.
Guter Vorsatz,
er allein zählt,
wenn der Umsatz
dazu auch fehlt.
Lasst uns hoffen
wie jedes Jahr
alles ist offen -
wie wunderbar!
Barbara*
Bin traurig und fühle mich hilflos
Der Herbstanfang stellt die Seele bloß
Die Blätter fallen zur Erde wie Steine
Und ich weine - weine - weineKatrin
*
Ich bin unbekömmlich
Bleibe im Hals stecken
Ein Gefühl von Ungenießbarkeit
Öffnet den Schlund und
Halbverdautes wird herausgewürgt
Hinterlässt einen bitteren GeschmackKatrin
*
Ich verliere mich aus den Augen
Traue ich mir - traue ich ihr?
Ich will gehen - sie stehen
Ich will sehen - sie ist blind
Ich will hören - sie ist taub
Ich will sterben - sie ewig lebenIch verliere mich nicht aus den Augen
Katrin
*
Weihnachts- und
AdventsgedankenVon drauß‘ vom Walde komm ich her,
ich muss euch sagen,
den gibt’s bald nicht mehr.
All überall auf den Tannenspitzen
sah ich den sauren Regen blitzen,
die Zweige morsch und abgestorben,
die Tannennadeln braun geworden,
vom Stamm, tropft blutend Harz herab –
der Wald wird bald zum Massengrab.
An stiller Stelle und verschwiegen
hat mancher seinen Giftmüll liegen.
Der Boden ist davon verseucht
und alles, was dort kraucht und fleucht,
wird auf die Dauer auch verderben –
Tut endlich was – der Wald wird sterben!
Die Weihnacht lockt mit bunten Lichtern,
Verkäufer, erschöpft mit müden Gesichtern
bedienen vor grellen Lichtreklamen
Kunden - unzählbar - mit lahmen Armen(an denen schwere Tüten baumeln),
die blindlings von Kaufhaus zu Kaufhaus taumeln.
Der Weihnachtsbaum geschmückt und chic,
verbraucherfreundlich in Plastik
in Glitzertand – Elektrokerzen –
rührt längst nicht mehr die Menschenherzen.Doch mancher hat noch einen Traum,
kauft einen echten Weihnachtsbaum,aus angebauten Zuchtbeständen,
schmückt ihn daheim mit eigenen Händen.
Doch wird der Blick schnell abgelenkt,
von dem, was unterm Baum versenkt.
Geschenke türmen sich in Massen,wer da nicht mithält, ist verlassen.
Zu Weihnacht kennt man auch Erbarmen,und denkt mal wieder an die Armen,
denn Gottseidank gibt’s Weihnachtsgeld.
an Tierheim, Penner, Dritte Welt,
Der Markt ist überschwemmt von Spenden,
manch Bettler steht mit leeren Händen ...
Das Fest der Liebe heutzutage
ist nur eine Verbraucherfrage.Hat unser Herz sich so verlaufen?
Kann man denn Liebe einfach kaufen?Suchst Du heut die Besinnlichkeit
vergangener schöner Weihnachtszeit?Du wirst den tiefen Grund nicht sehen,
wenn Werte Dir verloren gehen,
Du kannst sie käuflich nicht erwerben ...in Dir wird dann die